Akut-Sprechstunde

Mit der Akutsprechstunde bieten wir unseren Patientinnen die Möglichkeit, bei frisch aufgetretenen Beschwerden sehr zeitnah behandelt zu werden. Lange Wartezeiten auf einen Termin entfallen somit.

Die Akutsprechstunde kann beispielsweise in folgenden Situationen genutzt werden:

  • Zum Feststellen einer Schwangerschaft 
  • Bei akuten Beschwerden während der Schwangerschaft oder im Wochenbett 
  • Bei akuten Unterbauchschmerzen 
  • Bei akute Schmerzen / Veränderungen der Brüste 
  • Bei neu aufgetretene Blutungsstörungen
  • Bei Entzündungen der Scheide (z. B. Scheidenpilz), des Schambereiches oder der Brüste (sog. Mastitis) 
  • Bei Blasenentzündungen 
  • Zur Notfallverhütung („Pille danach“) 
  • ...und bei ähnlichen Problemen

Aufgrund der hohen Nachfrage ist eine telefonische Voranmeldung sinnvoll.

Unsere Zeiten der Akutsprechstunde: Montag bis Freitag: 11:45 Uhr bis 12:30 Uhr sowie Montag, Dienstag und Donnerstag: 15:00 Uhr bis 15:30 Uhr und natürlich nach Vereinbarung.

Mädchen-Sprechstunde

Du selbst entscheidest, wann der richtige Zeitpunkt für den ersten Besuch bei deiner Frauenärztin gekommen ist. In unserer Mädchensprechstunde hast du Gelegenheit, alle deine Fragen z. B. zu den Themen Zyklus und Regelblutung, körperlicher Entwicklung, Liebe und Sexualität, Verhütung und Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (=HPV-Impfung) zu stellen. 

Alles, was zwischen dir und deiner Frauenärztin besprochen wird, wird absolut vertraulich behandelt. Frauenärzte unterliegen der Schweigepflicht und dürfen auch deinen Eltern nichts erzählen, selbst wenn du noch minderjährig bist. Wenn du es wünscht, kannst du selbstverständlich auch eine Person deines Vertrauens mitbringen (z. B. deine Mutter, deinen Freund oder eine Freundin).

Das Wichtigste ist das Gespräch, um deine Frauenärztin und die Praxis kennenzulernen. Notiere dir vor dem Gespräch ruhig die Fragen, die dir am Herzen liegen, auch wenn sie dir peinlich vorkommen. Bitte nicht die Versicherungskarte deiner Krankenkasse vergessen!

Deine Frauenärztin wird dir auch Fragen stellen, z. B. zu deinem Zyklus, ob bei dir oder in deiner Familie Krankheiten (z. B. Asthma, Herzerkrankungen, Allergien) bekannt sind, welche Medikamente du nimmst, ob du rauchst usw.

 

Muss ich mich im Schambereich untersuchen lassen?

Beim ersten Besuch bei deiner Frauenärztin ist es nicht zwingend notwendig, eine gynäkologische Untersuchung durchzuführen. Insbesondere, wenn du noch „Jungfrau“ bist, kann man mit der Untersuchung noch warten. Wenn möglich, wird die „Untersuchung auf dem Stuhl“ erst durchgeführt, wenn du dazu bereit bist. Dann zeige ich und erkläre dir den Ablauf der Untersuchung. Damit du dich dabei wohl fühlst, hier ein paar Tipps:

  • Das Verwenden von Intimsprays oder sonstigen Kosmetika im Schambereich können zu Hautreizungen führen und sind nicht notwendig. Das tägliche Waschen mit klarem Wasser reicht völlig aus.
  • Wenn du einen Untersuchungstermin vereinbarst, achte darauf, dass du nicht in dieser Zeit deine Regelblutung hast.
  • Du kannst gerne ein langes T-Shirt/langen Pullover oder einen Rock anziehen, damit Du Dich weniger nackt auf dem Untersuchungsstuhl fühlst.
  • Du kannst jederzeit Fragen zum Untersuchungsablauf stellen.

Unser Team freut sich auf Deinen Besuch!

Krebs- und Gesundheitsvorsorge

Die jährliche gynäkologische Krebsvorsorge der gesetzlichen Krankenkassen besteht aus folgenden Leistungen:

  • Ab dem 20. Lebensjahr: Entnahme eines Abstriches aus dem Gebärmutterhals (sog. PAP-Abstrich), Tastuntersuchung des inneren Genitals (Eierstöcke und Gebärmutter) sowie einer Messung des Blutdrucks. 
  • Ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich: Tastuntersuchung und Inspektion der weiblichen Brüste, Hautkrebsvorsorge (durchzuführen beim Hautarzt!) 
  • Ab dem 50. Lebensjahr zusätzlich: rektale Tastuntersuchung des Enddarms, Stuhltest auf okkultes Blut, bis zum 69. Lebensjahr alle 2 Jahre eine Mammographie 
  • Ab dem 55. Lebensjahr zusätzlich: Darmspiegelung alle 10 Jahre


Ergänzende Untersuchungen zur Gesundheitsvorsorge

Über die gesetzlichen Leistungen hinaus gibt es zusätzliche Möglichkeiten, die die Krebsfrüherkennung oder Prävention sinnvoll ergänzen und erweitern können, z. B.

  • Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens, der Gebärmutter und der Eierstöcke 
  • Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen (Mammasonographie) 
  • Erweiterte Krebsfrüherkennungstests (HPV-Diagnostik, Dünnschichtzytologie)

Die Kosten für medizinisch sinnvolle Zusatzuntersuchungen werden leider nach wie vor nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und müssen von den Patienten selbst getragen werden. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

 

Was ist eine Vaginalsonographie?

Die Vaginalsonographie dient zur Darstellung der Gebärmutter (Uterus), Eileiter und Eierstöcke (Adnexe). Auffälligkeiten der Gebärmutter oder der Eierstöcke können mit dieser Methode ggf. früher erkannt werden, als durch eine alleinige Tastuntersuchung. Die Tastuntersuchung gibt lediglich Auskunft über die Größe, Lage sowie Mobilität der Organe im kleinen Becken und liefert insbesondere bei Übergewicht und Anspannung nur ein eingeschränktes Ergebnis. So sind z. B. Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) nicht durch eine Tastuntersuchung oder den Krebsvorsorgeabstrich erkennbar. Darstellen kann man im Ultraschall z. B. auch gutartige Veränderungen wie Myome der Gebärmutter, Eierstockzysten oder Polypen sowie Tumorerkrankungen der Gebärmutter oder Eierstöcke.

Insbesondere Frauen, die an Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes leiden, profitieren von dieser Untersuchung.


Was ist eine Mammasonographie?

Die Mammasonographie bedeutet Ultraschall der weiblichen Brüste. Vorteile: die Untersuchung ist schmerzlos, ohne Strahlenbelastung und das Untersuchungsergebnis liegt sofort vor.

Als Ergänzung zur regelmäßigen Krebsvorsorge ist die Mammasonographie sehr empfehlenswert für Frauen zwischen 20 - 50 Jahren. Das Brustdrüsengewebe ist aufgrund hormoneller Einflüsse „dichter“ beschaffen, als nach Beginn der Wechseljahre, so dass mit dem Ultraschall eine Beurteilung des Brustdrüsengewebes in den meisten Fällen besser und somit vorteilhafter ist, als mit der Mammographie.

Deswegen werden die Mammographie-Untersuchungen im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge erst zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr durchgeführt. Auch hierbei ist die Mammasonographie eine wichtige Ergänzung, da z. B. zystische Strukturen oder dichtes Brustdrüsengewebe im Ultraschall besser dargestellt werden können. Kombiniert man beide Methoden, so lassen sich bis zu 95 % aller bösartigen Befunde darstellen, bei alleiniger Mammographie ca. 80 - 85 %.


Was bedeutet „HPV-Diagnostik“?

Die HPV-Diagnostik erfolgt durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals. Sie dient dem Nachweis einer Infektion mit Humanen Papillomaviren (=HPV), die zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs oder Genitalwarzen (Kondylome) hervorrufen können.

Eine dauerhafte Infektion mit sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen (Typ 16 und 18) ist maßgeblich an der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses beteiligt. Je nach Häufigkeit des Partnerwechsels ist ein HPV-DNA-Nachweis bei bis zu 50 % der jungen Frauen nachzuweisen. Oft bildet sich die Infektion zurück. Besteht jedoch eine HPV-Infektion im unteren Genitaltrakt über mehrere Jahre fort, können sich Krebsvorstufen entwickeln, welche anschließend zum Gebärmutterhalskrebs führen.

Die HPV-Diagnostik sollte ab dem 30. Lebensjahr als Ergänzung zur zytologischen Untersuchung (PAP-Abstrich) anlässlich der gynäkologischen Krebsvorsorge durchgeführt werden und dient zur Verbesserung der Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom). Seit Jahren gibt es in Deutschland eine Impfung gegen HPV. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung grundsätzlich zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr, viele auch inzwischen bis zum 26. Lebensjahr!


Was ist eine „Dünnschichtzytologie“?

Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des sonst üblichen Krebsvorsorgeabstrichs (PAP-Abstrich). Das Abstrichmaterial wird in einem speziellen Verfahren von Blut, Schleim und anderen Verunreinigungen befreit. Dadurch können die gewonnen Zellen aus der Cervix (Gebärmutterhals) in einer dünnen Schicht unter dem Mikroskop besser beurteilt werden. Sinnvoll wäre diese Untersuchung insbesondere bei kontrollbedürftigen PAP-Abstrichen (z. B. PAP IIw oder PAP IIID).

 

Was ist ein immunologischer Blutnachweis im Stuhl?

Die üblichen jährlichen (bzw. alle 2 Jahre ab dem 55. Lebensjahr) Testbriefchen auf Blut im Stuhl (= Hämocult-Test), dessen Kosten von den Krankenkassen übernommen werden, sind relativ störanfällig. Der Test kann nicht zwischen tierischem und menschlichem Blut unterscheiden. Das Ergebnis kann deswegen z. B. durch Nahrungsmittel (Fleisch, Wurst, einige Gemüsesorten), Medikamente oder Vitamin C verfälscht werden. Ein weiterer – erheblicher – Nachteil ist, dass durch diesen Test unmittelbare Darmkrebsvorstufen (sog. Adenome) nur zu ca. 9 % erkannt werden.

Der sog. immunologische Test auf verstecktes Blut im Stuhl bietet mehr Sicherheit: Durch spezifische Antikörper können ausschließlich Spuren menschlichen Blutes nachgewiesen werden. Die Treffsicherheit bezüglich Adenomen (= krebsvorstufe) und Darmkrebs (Karzinom) ist laut aktueller Studienlage deutlich höher (ca. 50 - 75 % aller Adenome und ca. 85 - 90 % aller Karzinome werden nachgewiesen).

Vorgehensweise:

Mit einem Probestäbchen wird an verschiedenen Stellen der Stuhlprobe hineingestochen und die Proben in ein Röhrchen mit einer Pufferlösung gegeben. Innerhalb von 24 Stunden sollte die Auswertung hier in der Praxis erfolgen. Das Ergebnis liegt nach wenigen Minuten vor.

Vorteile:

Der immunologische Test ist hoch sensitiv und wird schon bei geringsten Blutspuren positiv. Vor der Durchführung des Tests muss keine Diät mehr eingehalten werden. Auch Medikamente müssen nicht mehr abgesetzt werden. Nahrungsmittel, wie z. B. tierisches Blut, stören diesen Test nicht.

Nachteile:

Tumore bzw. deren Vorstufen bluten nicht ständig, wodurch die hohe Genauigkeit und Empfindlichkeit des Tests eingeschränkt werden. Daher müssen alle Tests, die Spuren von verborgenem Blut nachweisen sollen, jährlich wiederholt werden.

Der immunologische Test wird ab einem Alter von 45 Jahren empfohlen, bei Darmkrebshäufung in der Familie bereits in jüngeren Jahren. Die Kosten für diesen Test werden von den Krankenkassen bisher nicht übernommen.

Fällt der Test positiv aus, d. h. Blut im Stuhl wurde nachgewiesen, so sollte im Anschluss dringend eine Darmspiegelung erfolgen!

Die sicherste Methode der Darmkrebsfrüherkennung bleibt weiterhin die Darmspiegelung (Koloskopie), mit deren Hilfe Polypen und Adenome erkannt und abgetragen werden können, bevor sie zu Krebs entarten. Die Kosten für die Koloskopie werden im Rahmen der Krebsvorsorge ab dem 55. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen.

Gesunde Lebensweise, um Krebs vorzubeugen

Wichtig! Was Sie tun können, um Krebs vorzubeugen

Nutzen Sie ab dem 55. Lebensjahr auch die Darmspiegelung (Koloskopie)!

In der BRD gehört Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen. In den meisten Fällen entwickelt sich Darmkrebs aus gutartigen Vorformen, z. B. Polypen oder Adenome. Dieser Vorgang dauert in der Regel mehrere Jahre. Entfernt man die Polypen/Adenome, so kann eine Krebserkrankung verhindert werden.

Spätsymptome von Darmkrebs sind sichtbares Blut im Stuhl, veränderter Stuhlgang (z. B. Verstopfung im Wechsel mit Durchfall), Blutarmut, Gewichtsabnahme.

Die Kosten für eine Koloskopie werden ab 55 Jahren von den Krankenkassen übernommen. Falls in Ihrer Familie bereits Darmkrebs aufgetreten ist (z. B. Eltern, Geschwister), sollte eine Darmspiegelung (Koloskopie) bereits vor dem 55. Lebensjahr durchgeführt werden, auch hier übernehmen die Krankenkassen die Kosten.


Sie können durch Ihre Lebensweise erheblich das Risiko von Krebserkrankungen reduzieren! Daher:

  • Bewegen Sie sich regelmäßig! Regelmäßige körperliche Aktivität (1/2 bis 1 Stunde an mindestens 5 Tagen pro Woche, z. B. der tägliche Spaziergang mit dem Hund, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, regelmäßig Sport, etc.) senkt das Risiko für Brustkrebs um 30 - 40 % und für Darmkrebs um 40 - 50 %! 
  • Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen! Empfohlen werden täglich mindestens 650 g Obst und Gemüse, Zurückhaltung ist z. B. geboten bei Fleisch und Fleischwaren sowie tierischem Fett. 
  • Vermeiden Sie Übergewicht! Durch Übergewicht werden vermehrt Hormone (Östrogene) produziert. So steigt das Risiko von Brustkrebs und Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) um das 2fache – 5fache! 
  • Stellen Sie das Rauchen ein! Damit reduzieren Sie das Risiko von Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Harnblasenkrebs, Dickdarmkrebs, Lungenkrebs, Magenkrebs etc. sowie das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombose und Embolie erheblich! Rauchen vermindert übrigens auch die Fruchtbarkeit! 
  • Vermeiden Sie Alkohol: eine Frau, die täglich 0,3 l Wein trinkt, erhöht ihr Risiko für Brustkrebs um ca. 30 %! Laut Expertenmeinung werden ca. 4 % aller Brustkrebsfälle allein durch regelmäßigen Alkoholkonsum verursacht!
Schwangerschaftsvorsorge

Herzlichen Glückwunsch! Sie erwarten ein Baby!

In den nächsten Monaten wird sich Ihr Körper verändern und damit die Versorgung Ihres Kindes sicherstellen. Sicherlich werden Sie und Ihr Partner dazu einige Fragen haben. Als Ergänzung zu Ihren Vorsorgeterminen soll Ihnen dieser Schwangerschaftsfahrplan als Orientierung zur Verfügung stehen.

Selbstverständlich ist es möglich und erwünscht, dass Ihr Partner (oder eine andere Person Ihres Vertrauens) Sie zu den Vorsorgeterminen begleiten!


Der erste Termin in der Schwangerschaft in unserer Praxis

Wie wundervoll: Ihr Schwangerschaftstest ist positiv!

Nun geht es darum, das Schwangerschaftsalter, den Entbindungstermin und die regelrechte Einnistung des Embryos in die Gebärmutter festzustellen. Dies geschieht durch eine Ultraschalluntersuchung über die Scheide:

In einer sehr frühen Schwangerschaftswoche (bis zur 5. SSW) ist sonografisch oft nur eine verdickte Gebärmutterschleimhaut zu erkennen. Zwischen der 5. und 6. Schwangerschaftswoche zeigt sich in der Regel eine Fruchthöhle, und ab der 6. - 7. SSW kann man einen kleinen Embryo sowie einen Herzschlag darstellen.

Nach Erhebung Ihrer Krankengeschichte findet im Anschluß an die körperliche Untersuchung eine Ernährungsberatung sowie eine Beratung hinsichtlich gesunder Lebensführung während der Schwangerschaft statt. Falls sie bis zu diesem ersten Termin noch keine Folsäure eingenommen haben, sollten Sie jetzt damit beginnen: In der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Bedarf an Vitaminen, vor allem an Folsäure. Folsäure, ein Vitamin aus der B-Gruppe, ist hauptsächlich in Nüssen, Obst und Gemüse enthalten und wichtig für die Organentwicklung des Kindes, insbesondere für die Entwicklung des Nervensystems. Es ist außerdem wichtig zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten (=„offener Rücken“) beim ungeborenen Kind. Folsäure erhält man rezeptfrei in jeder Apotheke.

Ggf. (ab der 6. - 7. SSW) finden auch heute schon erste Blutuntersuchungen (Feststellung der Blutgruppe und Rhesusfaktor, Rötelntiter, Antikörper-Suchtest, Lues, ggf. Test auf HIV) und die Anlage eines Mutterpasses statt.


Und wie geht es jetzt weiter?

Laut Mutterschaftsrichtlinien sind bei unauffälligem Schwangerschaftsverlauf 10 Vorsorgeuntersuchungen und 3 Ultraschallscreenings vorgesehen. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche (SSW) finden die Vorsorgeuntersuchungen beim unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf alle 4 Wochen statt, danach alle 14 Tage.

Eine Vorsorgeuntersuchung umfasst neben der vaginalen Untersuchung und Urinuntersuchung u. a. auch die Messung des Blutdruckes, des Hämoglobinwertes (Hb, „roter Blutfarbstoff“) und des Körpergewichts.

 

So könnte Ihre Vorsorge im Verlauf der Schwangerschaft aussehen

9. - 12. Schwangerschaftswoche

Heute findet das erste Ultraschallscreening statt: Die Scheitel-Steiß-Länge (=SSL= Körperlänge ohne Beine) bei Ihrem Kind beträgt ca. 2 - 4 cm, man kann Kopf, Rumpf sowie die Anlagen der Arme und Beine darstellen und ggf. erste Kindsbewegungen sehen. Wichtig ist auch eine Überprüfung des Immunstatus hinsichtlich Infektionskrankheiten wie Toxoplasmose, Zytomegalie, Windpocken und Ringelröteln. Die Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht übernommen. Häufig leiden Schwangere in dieser Zeit unter Übelkeit. Die Beschwerden lassen sich effektiv mit Akupunktur, Aku-Taping oder ggf. medikamentös lindern.

11. - 14. Schwangerschaftswoche

Ihr Kind ist jetzt ca. 5 cm groß und wiegt 25 - 30 g.

Mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung in der 11+0 bis 13+6 Schwangerschaftswoche ist es nun möglich, die Nackentranzparenz (=NT-Messung) des Kindes zu messen. Der Begriff Nackentransparenz bezeichnet eine unter der Haut gelegene Flüssigkeitsansammlung im Nackenbereich des ungeborenen Kindes, die nur zwischen der 11. und 14. SSW vorhanden ist. Mit der NT-Messung kann man mit etwa 80 %iger Sicherheit ein erhöhtes Risiko für ein Down-Syndrom (= Trisomie 21) erkennen. Ob der Ultraschall über die Scheide oder über die Bauchdecke gemacht wird, richtet sich individuell nach der Lage des Kindes und ist dabei für das Messergebnis nicht entscheidend.

Eine im gleichen Zeitraum durchgeführte Blutuntersuchung (PAPP-A / freies ß-HCG) erhöht die Erkennungssicherheit auf 90 %. Auch weitere seltenere, aber schwere Chromosomenstörungen können durch dieses Screening erfasst werden. Die Kombination aus NT-Messung und der Blutuntersuchung wird auch als Erst-Trimester-Screening bezeichnet. Ergibt sich bei diesem Screening ein konkreter Verdacht auf eine Chromosomenanomalie, kann eine sogenannte Chorionzottenbiopsie (= Entnahme von Zotten aus dem Mutterkuchen) durchgeführt werden, um das Erbgut untersuchen zu können.

Die Nackentransparenzmessung ist in Deutschland gemäß den Mutterschaftsrichtlinien kein Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge und somit eine Privatleistung, die entsprechend selbst bezahlt werden muss.

15. - 18. Schwangerschaftswoche

Ihr Kind ist jetzt ca. 12 - 15 cm groß und wiegt ca. 120 - 200 g.

Zwischen der 14. und 16. SSW besteht die Möglichkeit einer Fruchtwasseruntersuchung (=Amniozentese). Die Anzahl der durchgeführten Fruchtwasseruntersuchungen ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen, da mit dem heutigen Erst-Trimester-Screening bereits eine Risikoabschätzung hinsichtlich Down-Syndrom und weiteren Chromosomenstörungen mit einer Sicherheit von bis zu 90 % möglich ist. Eine Amniozentese wird fast nur noch bei einem konkreten Verdacht auf Auffälligkeiten in Bereich von Gehirn, Rückenmark, Wirbelsäule und anderen Organen sowie bei Verdacht auf Erbgutveränderungen durchgeführt. Das Risiko einer Fehlgeburt liegt bei der Entnahme von Fruchtwasser bei ca. 0,5 - 1 %.

19. - 22. Schwangerschaftswoche

Ihr Kind ist jetzt ca. 16 - 21 cm groß und wiegt ca. 250 - 500 g. Sie merken erste Kindsbewegungen.

Heute findet das 2. Ultraschallscreening statt. Dabei werden das Wachstum des Kindes, der Plazentasitz (=Mutterkuchen) und die Fruchtwassermenge untersucht. Außerdem werden die Organe und der Herzrhythmus des Kindes orientierend auf Auffälligkeiten hin überprüft. Das Geschlecht des Kindes lässt sich darstellen.

Bitte beachten Sie: Mit Hilfe der Ultraschalldiagnostik kann eine Vielzahl von Fehlbildungen oder Erkrankungen des Kindes erkannt und auch ausgeschlossen werden. Andererseits muss jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass trotz moderner apparativer Ausstattung, größter Sorgfalt und umfassenden Erfahrungen des Untersuchers nicht alle Fehlbildungen oder Erkrankungen erkannt werden können.

23. - 28. Schwangerschaftswoche

Ihr Kind ist jetzt ca. 26 - 34 cm groß und wiegt ca. 600 - 1200 g.

In dieser Zeit wird ein Screening auf Schwangerschaftsdiabetes durchgeführt. Der sogenannte 50g-oGGT (=oraler Glucosetoleranztest) ist seit März 2012 Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien. Der Gestationsdiabetes (= Schwangerschaftsdiabetes) verläuft für die werdende Mutter oft ohne Symptome. Mitunter treten vermehrt Scheidenentzündungen und/oder Harnwegs-Infektionen auf sowie ein erhöhter Blutdruck (Hypertonie). Eventuell wird beim ungeborenen Kind ein zu schnelles Wachstum oder erhöhte Mengen an Fruchtwasser festgestellt. In den meisten Fällen verschwindet der Schwangerschaftsdiabetes nach Ende der Schwangerschaft wieder. Bei circa 4 % der Betroffenen bildet sich die Diabetes-Erkrankung jedoch nicht zurück, sondern bleibt bestehen. Bei etwa 50 % der Frauen, die einmal Schwangerschaftsdiabetes erkrankt waren, tritt im späteren Verlauf ihres Lebens eine Diabetes-Erkrankung Typ II auf.

Diagnostik

Der 50g-oGGT-Screening-Test erfordert nicht, dass Sie nüchtern in die Praxis kommen. Sie trinken eine bestimmte Menge Zuckerlösung und eine Stunde später wird eine Blutabnahme vorgenommen. Sollte dieser Blutwert erhöht sein, wird der sogenannte 75g-oGGT durchgeführt. Hierbei erfolgt nun jedoch morgens eine Blutentnahme, und zwar nüchtern, anschließend trinken Sie eine Zuckerlösung und eine Stunde und zwei Stunden später wird erneut Blut abgenommen. Bei auffälligen Werten liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor.

Therapie

Mit einer Ernährungsumstellung ist es möglich, den Blutzuckerspiegel zu normalisieren und so negative Folgeerscheinung für das Kind, wie übermäßiges Wachstum, zu kompensieren. Dazu wird eine Diätberatung durchgeführt. Gelingst dies nicht, so ist eine Insulinbehandlung notwendig. Ziel dieser Behandlung ist es, die Blutzuckerwerte vor und nach dem Essen zu normalisieren.

Zwischen der 25. - 33. SSW liegen optimale Bedingungen für eine 3D-Sonographie vor. Damit lassen sich insbesondere von der Gesichtspartie Detailbilder reell darstellen. Voraussetzung für gute Bilder sind eine günstige Lage des Kindes sowie ein ausreichendes Fruchtwasserdepot vor dem Gesicht.

29. - 32. Schwangerschaftswoche

Ihr Kind ist jetzt ca. 33 - 40 cm groß und wiegt ca. 1300 - 2200 g.

Heute findet das dritte Ultraschallscreening statt. Es erfolgt eine nochmalige Überprüfung des Wachstums des Kindes, des Plazentasitz (=Mutterkuchen) und der Fruchtwassermenge. Außerdem werden die Organe und der Herzrhythmus des Kindes erneut orientierend auf Auffälligkeiten hin überprüft. Es erfolgt eine Blutentnahme zur Überprüfung der Hepatitis-Antikörper (=Antikörper gegen Leberentzündung).

33. - 40. Schwangerschaftswoche

Ihr Kind ist jetzt ca. 40 - 52 cm groß und wiegt ca. 2300 - 3500 g.

Der Mutterschutz beginnt. Jetzt finden die Vorsorgetermine alle 2 Wochen statt. Zusätzlich werden CTG-Untersuchungen durchgeführt (=Cardiotokogramm, =Aufzeichnung der kindlichen Herztöne und Wehen).

Jede Schwangere zwischen der 35. und 37. Woche sollte auf Streptokokken der Gruppe B untersucht werden. Dazu wird ein Vaginal- (=Scheiden) Abstrich durchgeführt. Bei 20 - 36 % der Schwangeren finden sich im Genitalbereich Streptokokken der Serogruppe B. Normalerweise sind diese Bakterien harmlos, man findet sie auch auf der Haut und im Darm. Bei der Geburt können die Streptokokken jedoch auf das Kind übertragen werden. Dadurch kann entweder direkt nach der Geburt oder erst im Verlauf der nächsten ein bis sechs Wochen eine schwere Infektion des Kindes ausgelöst werden, z. B. eine Hirnhautentzündung oder eine Lungenentzündung. Werden ß-Streptokokken nachgewiesen, kann die Gefahr einer Infektion des Kindes durch gezielte Gabe von Antibiotika unter der Geburt erheblich minimiert werden. Diese Untersuchung ist nicht in den Mutterschaftsrichtlinien enthalten.

Ab der 36. SSW kann eine Geburtsvorbereitung mit Hilfe der Akupunktur 1 - 2 x wöchentlich durchgeführt werden. Studien haben gezeigt, dass die Geburtsdauer um ca. 2 Stunden und mehr verkürzt werden kann. Zudem wird die Geburt als weniger schmerzhaft empfunden. Wir bieten Akupunktur in unserer Praxis an!

Laboruntersuchungen in der Schwangerschaft

Sinnvolle Laboruntersuchungen in der Schwangerschaft

Diese Untersuchungen sind nicht Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien und werden bei unauffälligem Schwangerschaftsverlauf nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Dabei wird z. B. der ß-Streptokken-Test laut Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) für jede Schwangere empfohlen!


Streptokokken in der Schwangerschaft

Jede Schwangere zwischen der 35. und 37. Woche sollte auf B-Streptokokken untersucht werden.

Die Diagnose Streptokokken kann mit einem Vaginal- (=Scheiden) Abstrich festgestellt werden. Streptokokken der Gruppe B sind im unteren Gastrointesnal- und Urogenitaltrakt nachzuweisen. Außerhalb der Schwangerschaft hat diese Diagnose keine Konsequenz, zumal die Besiedlung mit ß-Streptokokken meist keine Beschwerden hervorruft.

Bei 20 - 36 % der Schwangeren finden sich im Genitalbereich Streptokokken der Serogruppe B. Normalerweise sind diese Bakterien harmlos, man findet sie auch auf der Haut und im Darm.

Bei der Geburt können die Streptokokken jedoch auf das Kind übertragen werden. Dadurch kann entweder direkt nach der Geburt oder erst im Verlauf der nächsten ein bis sechs Wochen eine schwere Infektion des Kindes ausgelöst werden.

Symptome und Beschwerden des Neugeborenen nach Frühinfektion

* Sepsis (Blutvergiftung)
* Lungenentzündung
* Hirnhautentzündung, neurologische Schäden

Langzeitfolgen

Bei Spätinfektion besteht insbesondere für Frühchen ein hohes Sterblichkeitsrisiko.

Therapie

Ist der Befund positiv, d. h. werden B-Streptokokken nachgewiesen, kann die Gefahr einer Infektion des Kindes durch gezielte Gabe von Antibiotika unter der Geburt erheblich minimiert werden.


Toxoplasmose-Test

Der Toxoplasmose-Test dient dem Nachweis einer Infektion mit dem Toxoplasmoseerreger vor, während und nach einer Schwangerschaft.

Die Toxoplasmose-Infektion wird durch den Erreger Toxoplasma gondii verursacht, der durch Katzen (diese scheiden Eier aus) oder beim Verzehr von infiziertem, rohem Fleisch und ungewaschenem, ungekochtem Gemüse übertragen werden kann.

Hat die Mutter bereits vor der Schwangerschaft die Infektion durchgemacht und lässt sich dieses in ihrem Blut nachweisen, besteht für das Kind kein Risiko mehr. Findet die erste Infektion jedoch während einer Schwangerschaft statt und wird das Kind im Mutterleib ebenfalls infiziert, können verschiedene Organsysteme in Mitleidenschaft gezogen werden. Hauptsächlich sind Gehirn (z. B. Wasserkopf) und Augen (Netzhautentzündungen) betroffen.

Der Toxoplasmose-Test wird mit einer normalen Blutuntersuchung durchgeführt und sollte bei fehlendem Schutz alle 2 Monate wiederholt werden. Bei einer für Ihr Kind gefährlichen Erstinfektion kann durch regelmäßige Untersuchungen die Toxoplasmose rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Falls Sie eine Katze im Haushalt haben, muss diese nicht ausquartiert werden, wenn Sie keinen Immunschutz haben. Sie sollten das Tier jedoch mit Trocken- oder Dosenfutter ernähren und die tägliche Reinigung des Katzenklos mit heißem Wasser einer anderen Person überlassen!

 

Weitere Untersuchungen, wie z. B. auf Zytomegalie, sind selbstverständlich auch möglich. Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.

Tipps für eine geplante Schwangerschaft

Sie planen eine Schwangerschaft?

Für dieses wundervolle Vorhaben möchte unser Praxisteam Ihnen noch einige Empfehlungen auf den Weg geben:


Bitte Folsäure einnehmen

In der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Bedarf an Vitaminen, vor allem an Folsäure.

Folsäure, ein Vitamin aus der B-Gruppe, ist hauptsächlich in Nüssen, Obst und Gemüse enthalten und wichtig für die Organentwicklung des Kindes, insbesondere für die Entwicklung des Nervensystems. Es ist außerdem wichtig zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten (=„offener Rücken“) beim ungeborenen Kind.

Da der Folsäurebedarf bereits in der Frühschwangerschaft deutlich ansteigt, sollte idealerweise bereits vor Eintreten einer Schwangerschaft mit der Einnahme von 0,4 mg Folsäure pro Tag begonnen werden, spätestens jedoch nach Feststellung einer Schwangerschaft.

Folsäure erhält man rezeptfrei in jeder Apotheke.


Bitte überprüfen Sie Ihren Impfstatus

Liegt kein vollständiger Impfschutz vor, so können Infektionskrankheiten von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Gefährlich ist z. B. eine Infektion mit Röteln, die vor allem in der Frühschwangerschaft zu Fehlgeburten oder zu schwerwiegenden Fehlbildungen führen kann.

Viele Impfungen dürfen in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden, z. B. wenn es sich um Lebendimpfstoffe handelt (z. B. Impfung Masern-Mumps-Röteln).

Empfohlen werden folgende Impfungen im Alter von 18 - 59 Jahren:

  • Alle 10 Jahre Auffrischungsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten (Pertussis) 
  • Bei nach 1970 geborenen Erwachsenen: ggf. Impfung gegen Mumps-Masern-Röteln 
  • Einmalige Auffrischungsimpfung von Poliomyelitis (Kinderlähmung) auf insgesamt 4 Impfungen 
  • Frauen im gebärfähigen Alter sollten 2 x gegen Röteln und Varizellen geimpft sein! 
  • Frauen im gebärfähigen Alter: Grippeschutzimpfung und Impfung gegen Hepatitis B wahrnehmen!

Gerne überprüfen wir Ihren Impfstatus (bitte Impfpass mitbringen) und führen ggf. fehlende Impfungen (auch bei Ihrem Partner) durch, damit Sie einen umfassenden Schutz haben. Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen (Ausnahme: Hepatitis B).


Bitte Rauchen einstellen!

Sie erhöhen damit ihre Chancen, schwanger zu werden: Rauchen vermindert die Fruchtbar-keit bei der Frau und beim Mann!

Rauchen während der Schwangerschaft ist erwiesenermaßen riskant, da rauchende schwangere Frauen zum einen ihren Schwangerschaftsverlauf und zum anderen die Gesundheit ihres Kindes gefährden. Das Risiko von Schäden steigt mit der Dauer des Rauchens in der Schwangerschaft und mit der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten an.

Sie profitieren daher erheblich, wenn sie mit dem Rauchen aufhören!

Die Vorteile des Nichtrauchens in der Schwangerschaft sind:

  • Das Risiko von Früh- und Fehlgeburten sinkt deutlich. 
  • Die Chancen eines unkomplizierten Schwangerschaftsverlaufes steigen. 
  • Ihr Kind hat deutlich bessere Chancen, normalgewichtig auf die Welt zu kommen. 
  • Die kindliche Versorgung mit Blut und somit Sauerstoff über die Plazenta (Mutterkuchen) funktioniert besser. Das ist gut für die Organentwicklung und für die Intelligenz und Konzentrationsfähigkeit Ihres Kindes! Es ist den zukünftigen schulischen Anforderungen besser gewachsen! 
  • Das Risiko eines plötzlichen Kindstodes sinkt. 
  • Sie ersparen sich und Ihrem Kind einen Cocktail aus mehreren tausend Substanzen. Viele Substanzen sind krebserregend, z. B. Blei, Benzol, Teer, Arsen, Cadmium. Das Risiko für Leukämie und anderen Tumorerkrankungen beim Kind sinkt, wenn Sie das Rauchen einstellen. 
  • Die Risiken für Asthma bronchiale, Allergien und Infektionen beim Kind sinken. 
  • Das Atmen fällt Ihnen leichter – wichtig für die Spätschwangerschaft und die Geburt!

Gerne geben wir Ihnen Tipps zur Raucherentwöhnung. In unserer Praxis bieten wir Akupunktur zur Raucherentwöhnung an.


Bestehen bei Ihnen chronische Erkrankungen?

Falls Sie an einer chronischen Erkrankung leiden, z.B. einer Schilddrüsenerkrankung, Bluthochdruck, Epilepsie etc., kann ggf. eine Umstellung Ihrer Medikation notwendig werden! Dies würde in enger Abstimmung mit Ihrem Hausarzt geschehen.

Falls Sie weitere Fragen haben, beraten wir Sie gerne!

Inkontinenzbehandlung

Zwischen dem 40. - 60. Lebensjahr leiden ca. 27 %, über dem 60. Lebensahr ca. 15 % der deutschen Bevölkerung an Inkontinenz. Dabei sind Frauen häufiger als Männer betroffen. Die Dunkelziffer liegt jedoch weitaus höher: Aus Scham trauen sich bis zu 40 % der Betroffenen nicht, entsprechende Symptome zu äußern. Dabei gibt es heute gute konservative und ggf. operative Behandlungsmöglichkeiten.

Die konservative Therapie ist ein wichtiger Baustein in der Therapie der Inkontinenzbehandlung. Voraussetzung ist Motivation und die Bereitschaft, dauerhaft seinen Lebensstil anzupassen. Aber es lohnt sich: Die Lebensqualität steigt und Operationen können u. U. vermieden werden!


Belastungsinkontinenz (Stressharninkontinenz)

Die Belastungsinkontinenz ist mit einem Anteil von 50 - 70 % die häufigste Inkontinenzform. Der Urinverlust tritt bei körperlicher Belastung auf und wird in drei Schweregrade eingeteilt:

Grad 1: Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen
Grad 2: Urinverlust beim Laufen, Treppensteigen, Heben und Tragen
Grad 3: Urinverlust ohne körperliche Belastung, im Stehen

Ursache der Belastungsinkontinenz ist eine Schwäche des Beckenbodens, dabei wird das Verschlusssystem der Blase beeinträchtigt. So kann z. B. die Harnröhre bei Beckenbodenschwäche und durch Umbauvorgänge der vorderen Scheidenwand nicht mehr ausreichend gestützt werden, die Harnröhre „hängt durch“. Kommt es dann zu einem Druckanstieg im Bauchraum (=engl. stress), z. B. beim Husten oder beim Tragen, so übersteigt der Druck in der Blase den Verschlussdruck der Harnröhre, die Folge ist Urinverlust.

Aus diesem Mechanismus lassen sich bereits die Risikofaktoren ableiten, die zur Belastungsinkontinenz führen: Alles, was dauerhaft den Druck im Bauchraum erhöht, ist eine starke Belastung für den Beckenboden:

  • Übergewicht führt zu einem permanentem „Überdruck“ und zur Dauerbelastung des Beckenbodens. 
  • Falsches Heben und Tragen mit starkem Einsatz der Bauchpresse 
  • Neigung zur Verstopfung: Ständiges starkes Pressen beim Stuhlgang belastet den Beckenboden. 
  • Lungenerkrankungen und Rauchen: Chronischer Husten beeinträchtigt den Beckenboden. Nikotin stört außerdem die Bildung von Kollagen und schädigt die bindegewebigen Anteile des Beckenbodens. 
  • Alter > 50 Jahre: Bedingt durch hormonelle Veränderungen, insbesondere in der Scheide, kann zu es zu Umbauvorgängen kommen, die zu einer Beckenbodenschwäche beitragen. 
  • Schwangerschaft und Geburt: Durch hormonelle Veränderungen, die schwangerschaftsbedingte Gewichtszunahme (daher verhindert ein Kaiserschnitt keine Belastungsinkontinenz) und durch die Geburt selbst wird der Beckenboden belastet.

Vor einer operativen Therapie steht immer die konservative Therapie. Dazu gehört:

  • Eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht: Laut Studie wurden nach einem 6 monatigen Gewichtsreduktionsprogramm die Inkontinenzepisoden um fast 50 % reduziert! 
  • Rauchen einstellen! 
  • Beckenbodentraining unter physiotherapeutischer Anleitung. Per Rezept können 6 physiotherapeutische Behandlungen verordnet werden. Entscheidend ist, nach Abschluss der Physiotherapie das Training zu Hause dauerhaft weiterzuführen! 
  • Biofeedback/Elektrostimulation als Teil des Beckenbodentrainings 
  • Pessartherapie: Dadurch wird das Gewebe unter der Harnröhre gestützt, wird überwiegend bei einer gleichzeitig vorliegenden Senkung von Gebärmutter/Scheide angewendet. 
  • Östrogenisierung: Durch die vaginale Behandlung mit einer hormonhaltigen Creme wird die Scheide wieder geschmeidiger und elastischer. Harnwegsinfekte werden reduziert. 
  • Nach einer Geburt bitte unbedingt die Rückbildungsgymnastik wahrnehmen! 
  • Eine medikamentöse Therapie spielt bei der Stressharninkontinenz kaum eine Rolle: Bei nur 37 % der Betroffenen tritt eine Verbesserung ein, 71 % klagten jedoch über medikamentöse Nebenwirkungen!


Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz) 
= Syndrom der überreaktiven Blase

15 % der deutschen Bevölkerung leiden an dieser Form der Inkontinenz. Die Ursache liegt in einem Ungleichgewicht in der Signalverarbeitung zwischen Blase und Nervensystem: Es entsteht ein verstärktes Dranggefühl durch eine Überreaktivität der Blasenmuskulatur (=Detrusorhyperaktivität). Daher kann diese Form der Inkontinenz in vielen Fällen nicht mit einer Harnblasenoperation behandelt werden.

Auslöser für eine Dranginkontinenz können sein:

  • häufige Harnwegsinfekte oder Störungen im Bereich der Harnröhre 
  • Östrogenmangel im Alter 
  • psychosomatische Störungen 
  • Medikamente 
  • Genussmittel wie Koffein, Alkohol und Nikotin

Die Symptome äußern sich in häufigem und nächtlichem Harndrang, oft ist ein rasches Aufsuchen einer Toilette erforderlich. Diese Symptome mindern die Lebensqualität erheblich, da zwischen den Toilettengängen nur sehr kurze Zeitabstände liegen. Frauen, die unter Dranginkontinenz leiden, kennen oft alle Toiletten in einer Stadt.

Die Symptome können auch Folge einer neurologischen Erkrankung (z. B. Multiple Sklerose, Schlaganfall in der Krankenvorgeschichte, Morbus Parkinson) oder einer Stoffwechselstörung wie Diabetes mellitus sein. Daher wird zunächst die Grunderkrankung behandelt, z. B. Sanierung von Harnwegsinfekten oder Therapie einer Zuckerkrankheit (=Diabetes mellitus).

Folgende Maßnahmen lindern die Beschwerden:

  • Gewichtsreduktion und Beckenbodentraining 
  • Blasentraining: Ziel sind die Verbesserung der Trinkgewohnheiten und Steigerung der Blasenkapazität. Dafür ist es notwendig, über ca. eine Woche ein Miktionstagebuch zu führen. Daraus lassen sich Trinkmenge, Anzahl der Toilettengänge und Urinmenge ableiten. Falsche Verhaltensmuster (z. B. „vorsorgliches auf die Toilette gehen“) können erkannt und systematisch wieder abtrainiert werden. Dadurch ist es möglich, eine normale Blasenkapazität von ca. 200 - 300 ml pro Toilettengang sowie normale Zeitabstände von mind. 2 Stunden zwischen den Toilettengängen zu erreichen. 
  • Alkohol, Nikotin und Koffein reduzieren: Bei Rauchern ist das Risiko für eine Urge-Inkontinenz um das 3fache erhöht, bei Konsum von 6 Tassen Kaffee/Tag um das 2,4fache. 
  • Die Dranginkontinenz kann medikamentös behandelt werden, dabei werden bestimmte Rezeptoren im Blasenmuskel blockiert, um die Häufigkeit von Kontraktionen zu vermindern. Die Erfolgsquote liegt bei bis zu 70 %, je nach Präparat. Leider werden auch Rezeptoren von nicht betroffenen Organen geblockt, so dass Nebenwirkungen wie z. B. Mundtrockenheit, Übelkeit, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit und Obstipation (Verstopfung) auftreten können.
Weitere Leistungen
  • 3D / 4D - Ultraschall

  • Akutaping

  • Impfungen
    • Z. B. Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung)
  • Kinderwunschberatung, Ultraschalluntersuchung zur Follikelmessung

  • Konservative Therapie von Senkungsbeschwerden

  • Krebsnachsorge

  • Messung des mütterlichen und kindlichen Blutflusses (Doppler-Sonographie)

  • Osteoporose-Screening (=Test auf Knochenschwund)

  • Screening auf Geschlechtskrankheiten, HIV-Test, Test auf Hepatitis B und C

  • Therapie von Wechseljahresbeschwerden

  • Verhütungsberatung
    • Einlegen von Verhütungsspiralen (z.B. Kupfer-Spirale, Hormonspirale)
    • Sonographie-Kontrolle bei liegender Spirale
  • Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen des Feten zur Vitalitäts- und Gewichtskontrolle
Akupunktur

Wie wirkt Akupunktur?

Seit mehr als tausend Jahren wird in China die Akupunktur als ein Teil der traditionellen chinesischen Medizin angewendet und hat in den letzten 50 Jahren zunehmend Einzug in die westliche Medizin gehalten.

Zur Therapie verwendet man dünne sterile Akupunkturnadeln, die für 20 - 30 Minuten an bestimmte Körperpunkte platziert werden. Durch Stimulation dieser Punkte werden die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt und Beschwerden, z. B. Schmerzen, Übelkeit/Erbrechen, werden gelindert. Bereits nach wenigen Sitzungen empfinden die meisten Patienten die Behandlung als entspannend und wohltuend.

Der genaue Wirkungsmechanismus der Akupunktur konnte noch nicht restlos geklärt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten jedoch, dass durch den Nadelreiz schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Botenstoffe ausgeschüttet werden. Dadurch kann z. B. die Einnahme von Schmerzmedikamenten verringert oder gar ganz vermieden werden. Weiterhin kann man mit Hilfe der Akupunktur z. B. die Hormoneinnahme bei Wechseljahresbeschwerden vermeiden oder Schwangerschaftsbeschwerden wie z. B. Übelkeit und Rückenschmerzen lindern.


Bei welchen Krankheitsbildern hilft Akupunktur?

Die häufigsten Anwendungsbereiche haben wir für Sie zusammengestellt (siehe auch „Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V.“ (DÄGfA)):

Gynäkologische Erkrankungen, z. B.

  • Wechseljahresbeschwerden
  • Menstruationsschmerzen 
  • Zyklusstörungen 
  • Prämenstruelles Syndrom 
  • Unterbauchschmerzen, z.B. bei Endometriose 
  • Schmerzen im Brustdrüsengewebe (z.B. bei Mastopathie) 
  • Störungen der Fruchtbarkeit 
  • Irritationen der Blase und Harnwege


Schwangerschaft und Geburtshilfe, z. B.

  • Erbrechen in der Schwangerschaft 
  • Schmerzen in der Schwangerschaft, z. B. Rückenschmerzen, Senkungsbeschwerden 
  • Schlafstörungen 
  • Wassereinlagerungen (Ödeme) 
  • Geburtsvorbereitung


Schmerzzustände (akut, chronisch), z. B.

  • Kopfschmerzen, Migräne, Trigeminusneuralgie 
  • Neuralgien
  • Fibromyalgie 
  • Rücken- und Gelenkschmerzen (z. B. Knie/Hüfte) 
  • Schmerzen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule 
  • Karpaltunnelsyndrom 
  • Schulter-Arm-Syndrom, frozen shoulder 
  • Schmerzen bedingt durch Arthrose 
  • Schmerzen bei Tumorerkrankungen


Erkrankungen der Atemwege, z. B.

  • Bronchitis 
  • Asthma 
  • Allergische Erkrankungen, wie z. B. Heuschnupfen 
  • Erkältungskrankheiten 
  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mandelentzündung (Tonsillitis)


Magen-Darm-Erkrankungen, z. B.

  • Reizdarmsyndrom
  • Verstopfung 
  • Chronische Dickdarmentzündungen (z. B. Colitis ulcerosa) 
  • Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Magengeschwür


Vegetative Störungen, z. B.

  • Schlaflosigkeit 
  • Innere Unruhe/Nervosität 
  • Erschöpfungssyndrom 
  • Depressionen 
  • Funktionelle Herzbeschwerden, z. B. Herzrasen


Suchterkrankungen, z. B.

  • Raucherentwöhnung 
  • Alkoholmissbrauch 
  • Drogensucht (unter stationären Bedingungen) 



Können Nebenwirkungen auftreten?

Die Akupunktur ist ein sehr schonendes Therapieverfahren; es treten selten Nebenwirkungen auf. Mögliche Komplikationen und unerwünschte Folgen können z. B. sein:

  • Sogenannte „Erstreaktion“: Die Symptome können sich zu Beginn einer Behandlung vorübergehend verstärken. 
  • Übermäßige Entspannung oder Müdigkeit: U. U. ist eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit möglich. 
  • Leichte Blutergüsse oder blaue Flecken im Bereich der Einstichstellen 
  • Kurze Kreislaufreaktionen 
  • Infektionen: durch Verwendung steriler Einstichnadeln sehr selten 



Wie verläuft die Behandlung?

Die Akupunktur ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode. Zunächst wird eine ausführliche Anamnese (=Krankengeschichte) erhoben, um anderweitige Beschwerden mit in die Therapie einplanen zu können. Dadurch verbessert sich der Therapieerfolg. Danach beginnt die Behandlung.

Eine Akupunktursitzung dauert ca. 20 - 30 Minuten und wird im Liegen durchgeführt. Da meistens auch Punkte an Armen und Beinen stimuliert werden, ist bequeme, weite Kleidung wichtig.

Es werden pro Sitzung ca. 6 bis 20 Nadeln gesetzt, z. B. am Körper, Ohr oder am Kopf, wobei ein angenehmes Gefühl von Kribbeln, Schwere und Entspannung empfunden wird. Der Effekt der Akupunktur wird verstärkt, wenn sie ca. eine halbe Stunde vor und nach der Behandlung Hektik und Stress vermeiden.

Die Akupunkturbehandlungen werden 1 - 2 Mal/Woche durchgeführt. Nach 3 - 5 Sitzungen merken die meisten Patienten eine spürbare Verbesserung der Symptome, für eine beständige und langfristige Wirkung sind insgesamt 10 Sitzungen notwendig.


Was kostet die Akupunkturbehandlung?

Die Kosten der Akupunktur werden nach den Richtlinien der privatärztlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Eine Akupunktursitzung kostet ca. 35 - 40 Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten z. Zt. nur bei chronischen Beschwerden der Lendenwirbelsäule und der Knie einen Teil der Kosten.


Falls Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Ernährungsberatung

Warum bietet eine Gynäkologin Ernährungsberatung an?

Weil eine Vielzahl von Krankheitsbildern und Problemen in der Schwangerschaft auch auf Übergewicht (=Adipositas) zurückzuführen ist. Hier einige Beispiele:

  • Fettgewebe bildet Hormone, z. B. Östrogene. Durch ein Übermaß an Östrogenen steigt das Risiko, an hormonabhängigen Krebsarten wie z. B. Brustkrebs oder Krebs der Gebärmutter (Endometriumkarzinom) zu erkranken. 
  • Durch das permanente Übergewicht wird der Beckenboden sehr belastet. Folgen können Senkungsbeschwerden oder Belastungsinkontinenz (=Stressharninkontinenz) sein. 
  • Durch Übergewicht steigt das Risiko, an Depressionen zu erkranken, die sexuelle Lust sinkt. 
  • Durch den fettgewebsbedingten Überhang an Östrogenen kommt es zu einer vermehrten Bildung von männlichen Hormonen (=Hyperandrogenämie). Dadurch wird die Fruchtbarkeit gehemmt: es dauert länger, bis man schwanger wird als bei normalgewichtigen gleichaltrigen Frauen. 
  • Aufgrund des Übergewichts steigt das Risiko von Schwangerschaftsdiabetes, was wiederum ein erhöhtes Risiko für schwangerschaftsbedingte Erkrankungen wie z. B. Gestose („Schwangerschaftsvergiftung“) bedeutet. 
  • Übergewicht der Mutter bedeutet für das ungeborene Kind, später selbst an Adipositas zu erkranken (sog. fetale Programmierung). 
  • Unter der Geburt kann es aufgrund des Übergewichts vermehrt zu Komplikationen kommen, z. B. Geburtsstillstand, wodurch dann ein Kaiserschnitt notwendig wird oder eine sog. Schulterdystokie (=Hängenbleiben der kindlichen Schulter am mütterlichen Schambein). 
  • Mit Beginn der Wechseljahre bemerken viele Frauen eine plötzliche Gewichtszunahme, welche durch den natürlichen Umbau von Stoffwechselvorgängen bedingt ist.


Mit Ernährungsumstellung langfristig Gewicht reduzieren und halten

Ziel unserer Ernährungsberatung ist es nicht, innerhalb von 5 Wochen 10 kg Körpergewicht z. B. mit einer Crash-Diät zu verlieren – denn spätestens nach einem Jahr haben Sie durch den JoJo-Effekt das verlorene Gewicht wieder zugenommen.

Unser Ziel ist eine langfristige Senkung des Körpergewichts durch eine nachhaltige Ernährungsumstellung – und zwar ohne Hungern, ständige Verbote oder teure Pulver. Dazu werden in unseren Programmen realistische individuelle Nah- und Fernziele verabredet. Wir orientieren uns mit unserer Beratung nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Zusätzlich sollten Sie mit einem Bewegungs- oder Sportprogramm beginnen oder eine zusätzliche oder verlängerte Trainingseinheit einplanen. Sie verbrennen dadurch mehr Kalorien und bauen Muskelmasse auf. Je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto mehr Kalorien werden verbrannt.


Unsere Leistungen in der Ernährungsberatung

Individuelles Ernährungsberatungsgespräch (Dauer 45 - 60 Minuten)

Dieses Gespräch dient der Analyse Ihrer bisherigen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, Ihrer bisherigen Diäterfahrungen und der Erhebung Ihrer Krankengeschichte und der Erstellung eines Ernährungsplanes. Es werden Körpergewicht, Taillenumfang, Körpergröße und der Blutdruck gemessen und ernährungsrelevante Laborparameter (wie z.B. Cholesterinwerte) bestimmt.

Mit Hilfe eines Computer-Ernährungsprogrammes kann Ihre bisherige Ernährung untersucht, Ihr Kalorienbedarf ermittelt und ein Ernährungsplan erstellt werden. Dazu ist es notwendig, dass sie im Vorfeld ca. eine Woche lang alles aufschreiben, was Sie zu sich nehmen (auch Getränke!) – bitte dabei ehrlich sein, denn nur so lassen sich Probleme aufspüren und korrigieren.

Mit der Bioimpedanzanalyse werden Ihre Körperanteile an u. a. Muskelmasse, Flüssigkeit und Fettmasse gemessen.

Das Beratungsgespräch kann auch als Einstieg in die Ernährungsprogramme „Basis“ und „Intensiv“ genutzt werden.


Bio-Impedanzanalyse (BIA)

Die Bioimpedanzanalyse ist eine Methode, mit der man rasch und präzise den Ernährungszustand messen kann. Dazu wird an Hand und Fuß jeweils eine Elektrode angelegt und ein sehr schwacher Strom für wenige Sekunden durch den Körper geleitet: da die elektrischen Widerstände der verschiedenen Körpergewebsarten unterschiedlich sind, ist es möglich u. a. den Anteil von Fettgewebe, Körperwasser und Muskelmasse zu bestimmen. So kann man im Verlauf feststellen, ob man Fettgewebe ab- und Muskelmasse aufgebaut hat. Insbesondere, wenn das Gewicht zwischendurch stagniert (was normal ist), ist diese Information wichtig für die weitere Motivation.


Ernährungsprogramm „Basis“: 3 - 5 Beratungstermine

Dieses Programm ist sinnvoll bei Ernährungsproblemen mit mittlerem Korrekturbedarf, z. B. bei leichtem Übergewicht. Wöchentliche bis maximal zweiwöchige Abstände zwischen den Sitzungen.

 

Ernährungsprogramm „Intensiv“: kontinuierliche Beratung über 3 - 6 Monate

Übergewicht entsteht häufig durch ungünstige Lebensgewohnheiten, die man sich über viele Jahre angeeignet hat. Diese Gewohnheiten kann man nicht innerhalb von Tagen ändern. Dieses Programm soll dazu dienen, Ihre Essgewohnheiten in kleinen Schritten langfristig umzustellen. Die ersten 4 Wochen sind wöchentliche Sitzungen geplant, dann 14-tägig.


Ernährungsprogramm „Profi“

Ziel ist eine Stabilisierung des Körpergewichts. Pro Vierteljahr ist ein Auffrischungstreffen inklusive BIA vorgesehen, so kann die umgestellte Ernährung weiter optimiert oder ein Rückfall in alte Gewohnheiten rasch korrigiert werden. Auf Wunsch findet ein 14-tägiges Wiegen in der Praxis statt.

Beitrag pro Jahr: 60 Euro

Haben Sie mindestens 10 % Ihres Ausgangsgewichts abgenommen und/oder Normalgewicht erreicht und dieses Gewicht ein Jahr gehalten: Beitrag pro Jahr: 30 Euro